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Imatra
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Durch Imatra fließt der Vuoksi, der das Wasser des Saimaa in den
russischen Ladogasee bringt. Bis 1929 rauschte in der Stadt ein gewaltiger
Wasserfall, der so viele Touristen anzog, dass direkt daneben das luxuriöse
Jugendsti l-Hotel Valtionhotelli
errichtet wurde. Heute bändigt ein Staudamm die Naturgewalten und versorgt ganz
Süd- und Ostfinnland mit Elektrizität. Von Juni bis August werden die
Wassermassen einmal am Tag (außer montags) losgelassen, Di-Sa um 19 Uhr, So um
15 Uhr.
Die Stromschnellen des Imatra-Falls sind das Wahrzeichen der Stadt: Sie
und das Ufer des Flusses Vuoksi bilden den Schauplatz für die Geschichte von
Imatra und verleihen der karelischen Stadt ihre Lebenskraft. Für gewöhnliche
Reisende und gekrönte Häupter von Kaisern bis zu Königinnen sind die
Stromschnellen stets gleichermaßen eine Quelle der Faszination und Inspiration
gewesen.
König Gustav Wasa ließ Imatra zum ersten Mal in einer offiziellen Urkunde
erwähnen. Das Steuerwesen kann also auch schon einmal von kulturhistorischem
Nutzen sein! In den königlichen Dokumenten findet sich im Jahre 1557 ein
Steuererhebungseintrag zum "Lachsfang bei den Stromschnellen von Imatra".
Mindestens seit dem Jahre 1787 sind die Stromschnellen auch mit Ölfarben
verewigt worden. Dem großen finnischen Maler Akseli Gallen-Kallela dienten sie
dann um die letzte Jahrhundertwende ebenfalls als Motiv für eines seiner Gemälde
sowie für ein großartiges Vierfarben-Werbeplakat, das erste seiner Art übrigens
in Finnland.
1903 wurde an den Stromschnellen das Schlosshotel nach Plänen des
Architekten Usko Nyström errichtet. "Das Gebäude soll mit der umgebenden Natur
kokurrieren, wobei es sich harmonisch in die natürliche Umgebung einfügen soll",
lautete die Zielvorstellung des Architekten.
GRENZVERKEHR UND OSTHANDEL

Grundlage für das Wirtschaftsleben in Imatra ist die Großindustrie. Die
Kartonfabrik Kaukopää gehört zur traditionsreichen Enso Oy, einem der größten
finnischen Konzerne der holzverarbeitenden Industrie. Auch die Unternehmen
Imatra Steel und Imatra Voima sind tragende Kräfte der Großindustrie der Stadt.

Der Schlüssel zum Osten, die einzige Landgrenze der Europäischen Union mit
Russland, Know-how im Osthandel - das sind die Stärken von Imatra im Handel mit
dem Osten. Als Finnland der Europäischen Union beitrat, da erwachte das
europäische Interesse an Imatra sofort. Man wusste, dass in Imatra
Großunternehmen der Papier-und Stahlindustrie sowie der Energiegewinnung
angesiedelt sind. Und schnell wurde auch bekannt, dass man in der Stadt bereits
auf ein Jahrhundert Erfahrungen im Osthandel zurückblicken konnte.
Die Philosophie des grenzüberschreitenden Handels erstreckt sich nicht nur
auf die praktische Geschäftsabwicklung. Imatra schult auch z.B. über die
Universität Helsinki in vielen Russland betreffenden Bereichen: Sprache,
Bräuche, Kultur.
Das Key-East-Projekt soll dieses Know-how in andere Teile von Finnland und
nach Europa weiterleiten.
In Imatra haben sich zahlreiche High-Tech-Unternehmen angesiedelt, die in
ihrem jeweiligen Spezialgebiet eine Vorreiterstellung eingenommen haben.
Und zwar bilateral: Nach dem Start des Projektes wurde Material über das
Key-West-Projekt auch nach Svetogorsk, der russischen Nachbarstadt von Imatra,
geliefert. Grenzüberschreitende Kontakte auf allen Ebenen also!
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2002
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