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Lapua

Für den Baukunstinteressierten ist die Innenstadt von Lapua ein dankbares Ziel. Der Reisende erlebt die klassische Architektur z.B. des Empirestils im Dom (mit der größten Orgel Finnlands), in bottnischen Bauernhäusern aus dem 18. Jahrhundert und im Stadthaus (Rathaus). Ein Bummel durch die Stadt lohnt sich. Interessant die alte Patronenfabrik, oder man schaut bei Jussi Somppi, dem Glockengießer, vorbei.
Die für Lapua typische Alajoki-Ebene lädt an Sonnentagen zum Fahrradfahren ein. Im Sommer kommt man zum Kanufahren auf dem Lapuanjoki, den man bis zum Meer paddeln kann, oder man trifft sich zur Feldandacht am Unterlauf des Lapuaflusses. Am Alajoki treffen sich Himmel und Erde, die Landschaft mit den Heuschobern ist einmalig.
Das beliebteste Skizentrum in Westfinnland befindet sich auf dem nahegelegene 132 m hohe Simpsiöberg, früher einmal ein Insel im Meer. Der Quarzitstein hat Jahrtausende überdauert. Sagen erzählen, daß unter dem Berg eine Goldader fließen soll. Abfahrtsläufer finden hier fünf Abfahrten (90 m auf 600 m Länge), für Langläufer gibt es Loipen nach internationalem Standard. Direkt am Hang ein niveauvolles Hüttendorf.

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Lapua

Diese flache Landschaft ist typisch für die Umgebung von Lapua (Einwohner 14.600).Es gibt ungefähr 1200 Bauernhöfe in diesem Gebiet.(Luftaufnahme)

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Information:
Lapuan Yrityskeskus
Poutuntie 7, FIN-62100 Lapua
Tel. +358-6-4384052, Fax +358-6-4384051

 

Mittsommer
von Pirkko Sallinen-Gimpl

Das große Fest der Sommermitte hat seine Bedeutung erhalten oder sogar gesteigert. Vor den Kriegen war Mittsommer ein beliebter Hochzeitstag und Freudentag der Jugend. Das Feiern des Johannisfestes ist durch die kommerzielle Wirkung des Nachkriegszeit gewissermaßen reicher und vielfältiger geworden.
In unserer Recherchensammlung stößt man als karelische Besonderheit des Juhannus auf das Juhannuskokko. Das Abbrennen des Mittsommerfeuers war früher eine besondere ostfinnische und nicht nur karelische Tradition. Einige der Befragten haben in den Österbottnischen Gebieten die einheimischen Osterfeuer als Gegenstück zu den karelischen Juhannuskokkos dargestellt. Die Tradition der Karelier, Mittsommerfeuer abzubrennen, sorgte für Aufsehen in den schwedischsprachigen Inselgemeinden. Andererseits gibt es für die Karelier im schwedischsprachigen Küstengebiet eine für sie unbekannte Sitte: Das Aufstellen der Mittsommerbäume. Aussiedlerkarelier haben die Mittsommerbirken vor die Stufen der Häuser geholt; jedoch nicht alle Grenzkarelier haben sich von Anfang an an diese Sitte nicht gewöhnt oder sind ihr nicht gefolgt. Eine besondere Sitte wurde in Temmes beobachtet, die an Vieh an katholischen Viehfesten erinnert: Im Mittsommer hängten die Aussiedlerkarelier Kränze um die Hälse der Kühe. Diese waren aus Ästen und Blumen gefertigt. Diese Tradition ist bei Aussiedlerkareliern nicht weit verbreitet, aber ein alte Sitte ist es trotzdem gewesen. Man hat auch beobachtet, daß einige Aussiedlerkarelier Zauberstücke gemacht haben. In der Quellensammlung wird erwähnt, daß Mittsommer heutzutage überall gleich ist und sich die Karelier nicht mehr von anderen unterscheiden. Im Orthodoxen ist der Feiertag aber nicht beweglich. Aus unserem Quellenregister ergeben sich die Erkenntnisse über Gegensätze verschiedener Gebiete - in Bezug auf Mittsommerfeuer, -bäume und -birken - und stehen im Zusammenhang mit den Erkenntnissen über die Verbreitung der Sitten.
Über den Mittsommer der Karelier wurde einen Artikel geschrieben, der sich auf alte Erinnerungen gründet. Anhand dieses Artikels und des von uns gegebenen schmalen Bildes über die Veränderungen der Mittsommerfeste können wir feststellen, daß der äußere Rahmen und die Ausschmückung das größte Interesse gefunden haben.
Zu den karelischen Sitten wurden Programmpunkte und -inhalte des Vorabends nicht gezählt, die jedoch in Karelischer Zeit sehr üblich waren, z.B. Saunabesuch und Gesang, Musizieren, Tanzen, Spiele und Wettkämpfe, die zum Programm des Mittsommerabends gehörten.
Interessantes Merkmal wiederum ist, daß es über den Stellenwert des Mittsommers keine Meinungsverschiedenheiten gibt. Der Stellenwert des Festes als Höhepunkt des Sommers ist nach unseren Erkenntnissen nicht geringer, sondern ist mit Ostern und Weihnachten als den wichtigsten Jahresfesten gleichrangig.

Anmerkungen:
Aussiedlerkarelier = im Krieg auf finnisches Gebiet übersiedelte Karelier aus den Karelischen Gebieten jenseits der heutigen Grenze.
Grenzkarelier = Anwohner des Raja-Karjala (Grenz-Karelien), Gebiete beiderseits der heutigen Grenze. Dazu gehören: Impilahti, Suistamo, Saanlahti, Korpiselkä, Ilomantsi, Suojärvi und Salmi.

Übersetzung von Raija Albert aus dem Buch "Lebendiges Karelientum" (Elävä karjalaisuus) von Pirkko Sallinen-Gimpl

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