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Saimaa-Kanal

Der Saimaa-Kanal ist eine Sehenswürdigkeit von Rang und eine bedeutsame Wasserstraße. Die frühesten Bauvorhaben gehen auf die Jahre 1499 und 1607 zurück. Sie wurden förmlich unter dem heutigen Kanal begraben, aber die Spuren früherer Wühlarbeiten sind noch zu sehen.

Anfang des 19. Jahrhunderts, Finnland war damals ein autonomes Großfürstentum des Russischen Reiches, wurden die Kanalpläne abermals hervorgekramt. Gebaut wurde er schließlich in den Jahren 1845-56, und am 7. September 1856, als Zar Alexander II. den Thron bestieg, wurde er eingeweiht. Der 58 Kilometer lange „Zarenkanal” wies 28 Schleusen auf. Kurz von dem 1. Weltkrieg wurden auf dem Kanal bereits 700 000 Tonnen Güter pro Jahr transportiert. Nahezu 13 000 Fracht- und Passagierschiffe brachten zugleich internationales Flair von St. Petersburg und Viipuri (Wyborg) in die Provinz.

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Für den Saimaa-Kanal bildete sich um die Jahrhundertwende ein spezifischer Schiffstyp heraus, der Saimaa-Dampfer. In den 20er Jahren erwies sich der Kanal jedoch für größere Schiffe zu schmal und musste ausgebaut werden. Diese zweite Bauphase konnte indessen wegen Ausbruchs des 2. Weltkriegs nicht vollendet werden. Nach dem Krieg verblieb die Hälfte des Kanals auf sowjetischem Territorium.

1963 pachtete Finnland den sowjethälftigen Teil des Kanals. Die Pachtzeit betrug 50 Jahre. Die dritte Bauphase des Kanals fiel in die Jahre 1963-1968. Der fertige Kanal wurde am 5.6.1968 von dem seinerzeitigen Präsident Urho Kekkonen eingeweiht.

Der heutige Kanal ist eine 43 km lange Wasserstraße mit neuester Wasserbau- und Verkehrstechnik. Der Kanal hat ein Gefälle von 80 Metern, das durch acht Schleusen nivelliert wird. Durch den Kanal werden Güter nach rund zwanzig europäischen Ländern transportiert, und das Passagieraufkommen beläuft sich auf 40-50 000 Fahrgäste pro Jahr.

Schiffsausflug nach Russland

Die Nähe zu Russland können Sie zu einer visumfreien Tageskreuzfahrt in die südkarelische Ostsee-Hafenstadt Vyborg (Viipuri) nutzen, die 1944 von der Sowjetunion annektiert wurde. Das kleine Schiff schippert über den schmalen Saimaa-Kanal, der See und Meer verbindet. Wie gemalt zieht die anmutige Waldlandschaft vorüber. Immer wieder geht es durch eine Schleuse einen Stock höher. Die gurgelnden Wassermassen bringen die Bojen zum Schaukeln, die glatt geschliffenen Felsen glänzen, Möwen schreien. Dann taucht der Hafen von Vyborg auf. Krieg und sowjetisch-schmuckloser Wiederaufbau haben schwere Wunden in das alte Stadtbild geschlagen.

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